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Europatage 2001

Internationales Kolloquium zur EU-Osterweiterung in Nürnberg

Im Jahr 2021 dürfen die Neudrossenfelder Europatage ihr 20. Jubiläum begehen. Die 11.  Ausgabe dieser Veranstaltung ist aber erst die zehnte, die in Neudrossenfeld stattfindet. Den Anfang als Veranstaltungsort machte 2001 Nürnberg, wo die erst zwei Jahre zuvor gegründete Fördergesellschaft für Europäische Kommunikation (FEK) e.V. ihre ersten “Europatage” abhielt. Die Veranstaltung am 23. März 2001 in den Räumlichkeiten der Landesgewerbeanstalt Bayern war noch eine Gemeinschaftsveranstaltung mit Partnern, die sich in der Folge weitgehend zurückzogen, darunter LGA Euro Info Centre, Export-Club Bayern und die Vertretung der Europäischen Kommission in München. Einige Protagonisten, die der Gründer der Europatage, Peter Verbata (1942-2018), für die erste Ausgabe gewonnen hatte, sind den Europatagen bis heute eng verbunden, wie der damalige Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Dr. Ingo Friedrich, der damalige Staatssekretär im Kultusministerium und heutige Landtagsvizepräsident Karl Freller, der einstige Wirtschaftsreferent und heutige Geschäftsführer der Messe Nürnberg, Dr. Roland Fleck, Jochen Kubosch von der Vertretung des Europäischen Parlaments, oder Gerd Otto, der als damaliger Chefredakteur der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg das “Internationale Kolloquium zur Osterweiterung” wie so viele “Europatage” danach moderierte. Was es auch schon bei dieser ersten Ausgabe gab, war die Erstverleihung der FEK-Europamedaille Kaiser Karl IV., damals an den Gesandten der Republik Polen in Deutschland, Prof. Dr. Krzysztof Miszczak.

Den Flyer mit Programm der ersten Europatage von Nürnberg finden Sie hier!

Europatage 2003

Die Anfänge der Neudrossenfelder Europatage

Der Idee, das wirtschaftspolitische Kolloquium der FEK e.V. zusammen mit der Verleihung der Europamedaille Kaiser Karl IV. nach Oberfranken gleichsam umziehen zu lassen, stand der Vereinsgründer und langjährige Vorstandsvorsitzende Peter Verbata offen gegenüber, zumal mit Dr. Hans Kolb, dem Leiter des Bereichs International der IHK Oberfranken Bayreuth, dahinter ein Mann mit großer visionärer, aber auch praktischer Kraft stand. Schnell wurde mit dem gerade sanierten Schloß Neudrossenfeld ein sehr ansprechender Veranstaltungsort gefunden und sowohl Schlossherr Dr. Karl Gerhard Schmidt als auch der damalige Bürgermeister Dieter Schaar fingen von der Idee ebenso rasch Feuer wie Kulmbachs Landrat Klaus Peter Söllner. Mit dem ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Dr. Jacques Santer wurde für die Premiere der Neudrossenfelder Europatage im Jahre 2003, bei denen erstmals auch das Europafest als Programmpunkt für die ganze Bevölkerung stattfand, ein mehr als würdiger Preisträger für die FEK-Europamedaille Kaiser Karl IV. gefunden.

Ein paar Eindrücke von den ersten Europatagen in Neudrossenfeld aus dem EUROjournal pro management finden Sie hier!

Europatage 2005

Ungarn zu Gast im Rotmaintal - Erinnerung an die geschichtsträchtigen Monate im Jahr 1989

Einen großen Sprung machten die Europatage bei der 3. Ausgabe im Mai 2005. Dass neben den FEK-Partnern Gemeinde Neudrossenfeld, Landkreis Kulmbach und IHK Oberfranken Bayreuth so viele Organisationen, darunter das Verbindungsbüro der EU-Kommission in München, die diplomatische Vertretung der Bundesrepublik und der Republik Ungarn, die Oberfrankenstiftung und zahlreiche Unterstützer aus dem Wirtschaftsleben zum Gelingen beitragen wollten, lag sicherlich auch an einem geschichtsträchtig zu nennenden Zusammentreffen dreier hochrangiger Laureaten. Getrübt wurde die Freude lediglich dadurch, dass einer der drei Preisträger, Bundesaußenminister a.D. Dr. Hans-Dietrich Genscher (1927-2016), kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel. Die Verleihung der Europamedaille an ihn wurde später nachgeholt, bereits im Mai erfolgte dagegen die Auszeichnung für Dr. Otto von Habsburg (1912-2011) als langjährigem Präsidenten der Internationalen Paneuropa-Union und vormaligem Mitglied des Europaparlaments, und Gyula Horn (1932-2013), dem ehemaligen ungarischen Außenminister, der wesentlich an der Öffnung des Eisernen Vorhangs 1989 beteiligt gewesen war. Die beiden Preisträger konnten dabei alte Erinnerungen auffrischen, war es doch der letzte Kronprinz der Habsburger Monarchie, der mit dem paneuropäischen Picknick im August 1989 wesentlich der Grenzöffnung zwischen Ungarn und Österreich Vorschub geleistet hatte. So war nach der EU-Osterweiterung 2004 für den Organisationschef Peter Verbata schnell die Idee geboren, die neuen Mitgliedsstaaten in das Europatage-Programm zu integrieren. Erstmals fand sich mit “Europäische Union ein Jahr nach der Erweiterung – Reflexionen in der globalisierten Wirtschaft, Politik und Gesellschaft von und mit dem neuen EU-Mitgliedsstaat Ungarn” auch ein Motto, zu dem unter der Schirmherrschaft des Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Dr. Ingo Friedrich, zahlreiche hochkarätige Redner gewonnen werden konnten. Eine Premiere 2005 war die Einweihung des Neudrossenfelder Skulpturengartens mit den Sandstein-Büsten der ersten vier Preisträger, die der oberfränkische Künstler Albrecht Volk seither bei jeder Veranstaltung um weitere Büsten erweitert.

Ein paar Impressionen zu den Europatagen 2005 finden Sie hier!

Europatage 2007

Litauen zu Gast in Oberfranken

Als weitere Konsequenz der Europatage entstand auf künstlerischer Ebene  im Jahr 2005 der Verein Focus-Europa als Gesellschaft zur Förderung des regionalen und internationalen Kunst- und Kulturaustausches in den Bereichen darstellender und bildender Kunst unter dem Vorsitz des damaligen Bundestagsabgeordneten Karl-Theodor von und zu Guttenberg. Es dauerte eine gewisse Zeit, ehe man bei den Europatagen zusammenkam, die Organisatoren der Europatage sind froh, dass dies 2019 mit wunderbaren musikalischen Beiträgen der Freunde von Focus-Europa gelang. Für das Rahmenprogramm im Jahre 2007 konnte übrigens Dunja Rajter gewonnen werden. Sie sang für die zahlreichen Ehrengäste, die im Mai zum dritten Mal nach Neudrossenfeld gekommen waren, um die Verleihung der Europamedaille an den langjährigen Freund und Mentor der FEK e.V., Dr. Ingo Friedrich, der bis 2007 acht Jahre lang Vizepräsident des Europaparlaments gewesen war, zu verfolgen. Zweiter Preisträger in diesem Jahr war der einstige kroatische Finanzminister und spätere Botschafter des Balkanstaats in Brüssel, Berlin und Wien, Prof. Dr. Zoran Jašić, der Dritte im Bunde Litauens ehemaliger Staatspräsident Prof. Dr. Vytautas Landsbergis, die an der Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des damaligen bayerischen Innenministers Dr. Günther Beckstein teilnahmen. 2007 wurde Landsbergis dabei noch von seiner Tochter Jurate, einer international anerkannten Organistin, vertreten. In den folgenden Jahren wurden sowohl der Vater wie auch die Tochter gern gesehene Dauergäste der Europatage, der litauische Freiheitskämpfer ist auch die einzige Persönlichkeit, die bislang mit beiden Preisen der FEK e.V. geehrt wurde. 

Erstmals fanden Teile des Veranstaltungsprogramms auch im Tagungshotel “Reiterhof” in Wirsberg statt, was seither zu einer guten Tradition geworden ist, und ein kulturelles Begleitprogramm führte die Gäste u.a. in das Markgräfliche Theater nach Bayreuth.

Einige Fotografien zu den Europatagen 2007 finden Sie hier!

Europatage 2009

EU-Neumitglied Rumänien im Fokus - Ausflug der Festgäste zur Bayreuther Eremitage

Im Jahr 2007 noch Schirmherr kam der vormalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein zwei Jahre später als Laureat der FEK-Europamedaille zurück nach Neudrossenfeld. Zu ihm gesellte sich als zweiter Preisträger des Jahres 2009 Dr. Lazăr Comănescu, da nach Litauen 2007 im Jahre 2009 Rumänien als „neues“ EU-Mitgliedsland im Fokus stand. Und mit Dr. Comănescu wurde der damals wohl profilierteste Außenpolitiker seines Landes als Preisträger gewählt. Nach Stationen als Außenminister und seines Staates Botschafter bei UN und EU hatte er wenige Tage vor den Europatagen die Position des Botschafter Rumäniens in Deutschland übernommen. Das osteuropäische Land präsentierte sich in Oberfranken sehr sympathisch in Folklore und Kulinarik, erstmals wurde in der Neudrossenfelder Volksschulturnhalle auch eine Ausstellung zum Fokusland präsentiert. Der Ausflug am Nachmittag vor der Preisverleihung führte die illustre Gruppe diesmal in die Bayreuther Eremitage. Die Schirmherrschaft hatte seinerzeit übrigens der damalige tschechische Außenminister Karel von Schwarzenberg übernommen, der zehn Jahre später als Preisträger nach Neudrossenfeld kommen sollte.

Einige Fotografien zu den Europatagen 2009 finden Sie hier!