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Landkreis Kulmbach

Tradition und Moderne treffen sich hier

Kulmbach mit seinen 26 000 Einwohnern als Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises, in dem etwa 72 000 Menschen leben, wird oft als “heimliche Hauptstadt des Bieres” bezeichnet. Die Wirtschaft bezieht sich hier aber keineswegs nur auf Kulinarik und die Getränke- und Lebensmittelindustrie, die traditionell stark sind. Mit dem Max-Rubner-Institut ist die Stadt zudem Nebensitz der Bundesoberbehörde Forschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel. In diesem Zusammenhang befindet sich gerade auch die Fakultät “Life Science” der Universität Bayreuth im Aufbau und wird Kulmbach zur Hochschulstadt machen.

In früheren Generationen galt die Region auch als Zentrum von Textilindustrie und Maschinenbau, die in ihrer Bedeutung inzwischen von Zweigen der erneuerbaren Energien oder der Pharmaindustrie abgelöst wurden.

Ort bayerisch-preussischer Geschichte

Lange bestimmten die Hohenzollern die Geschicke der Region

Die Stadt Kulmbach und ihr Umland können auf eine über 1100jährige Geschichte zurückblicken. Nach den Grafen von Schweinfurt und den Herzögen von Andechs-Meranien kam das Gebiet im 14. Jahrhundert in den Besitz der Burggrafen von Nürnberg, die im Verlauf der Jahrhunderte nicht nur ein Fürstentum mit Sitz in Kulmbach (erst im 17. Jahrhundert wurde die Residenz nach Baireuth verlegt) begründeten, sondern auch Herrscher über Brandenburg und das spätere Königreich Preußen waren. Auf der Plassenburg, der Residenz der Kulmbacher, ist heute eine Replik der Ebstorfer Weltkarte aus dem 13. Jahrhundert erhalten, in der neben wenigen anderen deutschen Städten auch Kulmbach Erwähnung fand. Im Fürstentum wurde 1528 erstmals der lutherische Ritus eingeführt. Die Verwandtschaft mit den preußischen Hohenzollern führte 1792 dazu, dass das Kulmbacher Land nach dem Aussterben der Baireuth-Ansbacher Linie Teil des Königreichs Preußen wurde. Nach der Niederlage Preußens und seiner Verbündeten 1806 gegen Kaiser Napoleon I. besetzt, kaufte das Königreich Baiern 1810 das ehemalige Fürstentum den Franzosen für 15 Millionen Francs ab. Seither ist das Kulmbacher Land bairisch und wurde 1817 dem Obermainkreis zugeordnet, der 1838 in Oberfranken umbenannt wurde und im wesentlichen dem heutigen Regierungsbezirk entsprach. Bereits 1812 wurde mit dem Landgericht Kulmbach der Vorläufer des heutigen Landkreises Kulmbach gebildet, dem 1972 weite Teile des Altlandkreises Stadtsteinach zugeschlagen wurden.

Landrat von Kulmbach ist seit 1996 Klaus Peter Söllner, der im Jahre 2003 wesentlich an der Verortung der Europatage in der Landkreisgemeinde Neudrossenfeld beteiligt war und bis zum heutigen Tage ein großer Freund und Unterstützer der Europatage ist. Der Leiter des Kulmbacher Landratsamt Klemens Angermann steht als Mitglied des Organisationsteams der Europatage stets mit Rat und Tat zur Seite.   

Das Bild zeigt Landrat Klaus Peter Söllner bei seinem Grußwort im Rahmen des Festakts im Jahre 2019 (Foto: Egon Lippert).